Heute war der Tag auf den den ich mich die letzten Wochen vorbereitet habe. Der Hella Hamburg Halb-Marathon.
Ich habe fast nicht geschlafen. Eigentlich gab es keine Gruende warum ich nicht schlafen konnte. Irgendwas in meinem Hals tat weh und ich bekam Kopfschmerzen. Nicht diese Art von Kopfschmerzen die man normaler Weise zur Kenntnis nehmen wuerde, geschweige denn ernst nehmen kann, aber wenn man subjektive grosses vor hat, kann man sich mit so was kirre machen.
Ich glaube Laeufer koennen recht sehr schnell zum Hypochonder werden. Einfach alles an seinem Wohlbefinden wird auf die Wage gelegt. Um 6h war ich wach. Weiter schlafen bis 7:30h. Erst Fruehstuecken dann duschen. Hunger ist uncool beim Laufen, kurz vor dem Lauf etwas essen ist allerdings noch uncooler. Auf die Sportsachen, Tasche, los.
Sonntags morgens 8:30 in Hamburg, die U-Bahn ist voll. Voll mit komischen Menschen. Alle mit Polar Pulsmesser, und der obligatorische Wasserflasche. Man war ich aufgeregt. Um mich abzulenken fing ich mit einem Paerchen ein Gespraech an: Sind die beiden doch tatsaechlich aus Duisburg angereist um hier zu laufen.
Der Start: Reeperbahn. Ich glaube die moegen da keine Laeufer, die wenigen Leute an den Fenster sahen so aus als wenn wir sie beim Schlafen stoeren. Sollen sich mal nicht so anstellen! Sonntags morgens ein paar tausend Menschen vor der Haustuer rumhuepfen zu haben. Aber vielleicht haben Sie sich auch ueber die Sambatrommler mokiert, die ab 9:30h fuer Stimmung sorgten.
Um 10 ein Schuss, die Menschen klatschten und es ging los. Also fuer die in der ersten Reihe ging es los. Ich habe mich als Neuling ganz ans Ende gestellt. Meine Theorie - zumindest kann ich nicht ueberholt werden. Bei Kilometer zwei, ein Blick auf meine Uhr - eine Zeit von 6:30min/km. So wird das nix mit der angepeilten Zwei-Stunden-Grenze. Zudem habe ich mich lang genug gebremst. Ein wenig Gas gegegen und die naechsten zwei Kilometer mit einem Schnitt von 5:50m/km gelaufen. Ich fuehlte mich richtig gut, die erste Wasserstelle in der Speicherstadt: Wie trinkt man eigentlich aus einem Plastikbecher waehrend man laeuft. Anhalten bei Kilometer fuenf - geht ja mal garnicht. Folgende Technik habe ich ab geschaut: Becher ganz ansetzen und am Mund zusammen druecken. Noch nicht perfekt aber funktioniert. Das coolste ist allerdings die Becher einfach beilaeufig wegzuwerfen, so wie es die Radfahrer bei der Tour de France machen.
Dann ging es raus aus Hamburg - ueber die Elbe nach Sueden. Keine Ahnung was das sollte aber auf einmal war ich im Outback von Hamburg. Zudem kamen mir Laeufer entgegen. Die Schleife nach Sueden ist etwa 3km lang, die Laeufer die mir da entgegen kommen sind also 3km voraus.
Aber die Beine sind gut, die Kopfschmerzen weg und es geht weiter, als mich ein Maedel anspricht und fragt wie es laeuft: Die Frau aus der U-Bahn. Da ist man mit 5000 Leuten am laufen und trifft genau diese Person wieder. Sie hat die gleiche Geschwindigkeit wie ich und so erfahre allerhand Details.
Die Halbzeit kam und von da aus geht es ja gefuehlt bergab. Man ist eben auf dem Rueckweg. Bei Kilometer 16 war mir dann entgueltig eher nach Rueckenlagen anstatt nach Rueckweg, die Alster zog sich und ich habe auf jeder Kilometermarke gehofft.
Aber Abbrechen ist keine Option, zumal ich bei Kilometer 18 war. "Einfach weiterlaufen du bist fast da". Den Satz habe ich Mantra-maessig bis zum Ziel bestimmt ein paar hundert mal vor mich hingenuschelt. Bis auf die Zielgeraden war ich durchgelaufen, ich sah das Ziel und hoerte ploetzlich auf zu laufen. Voellig bekloppt, Ich hab das garnicht entschieden auf einmal ging ich. Es dauerte ein paar Sekunden bis der Gedanke "Bist du eigentlich bekloppt" in Kopf angekommen, dann bin ich gesprintet. Die letzten 200 Meter einfach nur noch so schnell ich konnte.
So nach der Langform, die Fakten: Der schnellste hat 1:04h gebraucht und kam soweit ich das verstanden habe aus Kenia - wie uebrigens die ersten 6 insgesamt aus Afrika kamen. Ich habe doppelt so lange gebraucht und war nach 2:10h am Ziel.
Was ein Schnitt von 6.16m/km ergibt. Mein Ziel war "Ankommen, wenn es geht um 2 Stunden", dass habe ich erreicht. Am Ziel gab es Bananen und alle Gemacktsrichtungen der Firma Hella.
Ich wusste garnicht mehr wie lecker doch Bananen sind.
Posted by Marcel at 04:48 PM. Filed under: General
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Am Sonntag war wieder ein langer Lauf drann. In 1:48h bin ich
17,8km von Dahlerau nach Hause gelaufen. Es war der längste Vorbereitungslauf vor dem Halb-Marathon. Interessant finde ich, dass die absolute Gesamtzeit konstant bleibt, jede Woche laufe ich für eine Stunde siebenundvierzig durch die Gegend. Allerdings verlängert sich meine Laufleistung pro Woche um 2km. Heute werde ich entspannte 8,5km laufen. Am Wochende sind es auch ruhige 12km. Das größte ist also geschafft und ich habe richtig Lust endlich diese 21km zu laufen.
Posted by Marcel at 06:20 PM. Filed under: General
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Heute bin ich wieder nach Hause gelaufen 8.5km in 47:39min (5.59min/km). Meine maximale Herzfrequenz (HFmax) lag kurzzeitig bei 185. Damit wäre wohl geklärt das mein HFmax nicht 182 ist. Im Durchschnitt bin ich mit einer HFavg von 168 gelaufen. Ich werde die Tage noch mal versuchen meine HFmax zu ermitteln. Am Samstag ist wieder ein langer Lauf dran. Da ich in Wuppertal sein werde habe ich zum ersten mal, via Google Maps die Möglichkeit, Strecken zu planen, die ich schon viele male mit dem Auto abgefahren bin. Ich bin völlig überrascht von der Strecke die ich dann laufen werde.
Soo lang ist das :-)
Posted by Marcel at 10:36 PM. Filed under: General
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bis zum Hamburg Halb-Marathon. Als Vorbereitung war heute wieder ein längerer Lauf dran. Aufgesucht war
eine Strecke von 16,5km. Dabei kann ich nur sagen: Ich bin nicht das letzte mal an der Elbe gelaufen - Viel Frische Luft, Sehr sehenswert. Richtig sehenswert wurde es allerdings als mich ein schnell fahrendes Motorboot überholte. Zwei super coole Kerle waren an Bord. Spiegelsonnenbrille, auf weissen Leder, drumm herum Tiekholz, Fortbewegung sehr schnell.
Der eine am Steuer völlig vertieft in seine Rasserei. Der andere stand am Ende des Boot und ließ seine Haarpracht flattern. Die Szene hätte ohne weiteres aus der Verfilmung einer neuen Ferrero Raffaello oder Bacardi Reklame stammen können. Um so komischer war dann die Situation, als das Boot sich aufschaukelnd entschloss, von dem hinteren Mann zu entledigen. Ein kleiner Hüpfer über die eigene Bugwelle und schon lag der Hintere der beiden am Ende des Bootes, gehalten nur noch von der wehenden Swiss-Flagge. Er versuchte noch sich und die Schweizer Flagge zu retten, dabei riss er sich selbst, die Flagge und die halbe Schweiz mit in die Fluten. Der Fahrer fuhr einfach weiter, von den Schwierigkeiten seines Freundes merkte er erst, als ich und zehn andere Leute Ihn an schrien. Nach etwa 200 Meteren drehte er endlich um. Dem Schweizer Kampftaucher mit Spiegelsonnenbrille ist, soweit ich das bewerten konnte nicht passiert. Er und die kleine rot-weiße Flagge wurden gerettet. Ich hoffe die spielen Heute besser als das sie Boote fahren.
Nun zu meinem Lauf: Ich bin
die Strecke in 2:08h gelaufen (7:45m/km). Nach der Empfehlung meines Kollegen
Bernd Schiffer sollte ich diese langen Läufe vor dem HM in einem Herzfrequenz (HF) von 65% bis 70% meiner maximalen HF absolvieren. Das war leider nicht zu machen. Mein HFmax habe ich auf 182 ermittelt. Das hieße das meine 65-70% einen HF von 120 bis 130 Schlägen pro Minute wäre. Sobald ich aber anfange auch nur langsamst zu laufen geht mein HF höher. Ich bin die Strecke mit 145-155 gelaufen (HF avg 153) und da bleibt sie völlig entspannt. Sobald ich mal schneller Laufe geht meine HF über 165. Und das geht dann auch länger ganz gut, vielleicht nicht über 21km aber über 8.5km. Meine Vermutung meine HFmax liegt höher als 182.
Posted by Marcel at 04:16 PM. Filed under: General
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Wir haben Ihre Anmeldung dankend erhalten und werden diese schnellstmöglich bearbeiten. Gleichzeitig haben wir Ihnen eine Bestätigung per E-Mail zugeschickt.
Ihre Startnummer lautet: HM3687
Nach meinem Lauf am Samstag (15km) bin ich heute nach der Arbeit mal wieder nach Hause gelaufen. Durch mein Umzug in die Fruchtallee sind es nun 8.5km. Es gewitterte und regnete in strömen. Ich habe maximal Gas gegeben um nach Haus zu kommen. In 54 Minuten (6:30min/km) war ich Zuhause.
Dann wird das wohl mein erster Halb-Marathon.
Posted by Marcel at 10:55 PM. Filed under: General
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Anstelle den Bus zu nehmen, wie normale Menschen, habe ich in Sydney zwei mal die Woche den Fussweg gewaehlt und mich joggend von der Arbeit auf den Heimweg gemacht.
Ob das in Hamburg ebenso geht wollte ich vergangene Woche antesten. Interessanter Weise sind diese Strecken praktisch gleich lang. Hier die Strecken im Vergleich:
Leichardt nach Sydney City... und
Alstadorf nach Eimsbuettel. Beide Strecken haben ihren Reiz.
Im Gegensatz zu Sydney wo ich nach den 7.2km platt mit letzter Kraft zu Hause ankam, war ich nach den 7.3km in Hamburg ziemlich fit, sodass ich den letzten Kilometer fast gerannt bin.
Von diesem Erfolg angetrieben habe ich es Heute wissen wollen:
Aufgabe:
Von Eimsbuettel einmal um die Alsta und wieder nach Hause.
Bedingung: Viel zu warm zum laufen, bei 28 Grad Celsius.
Teilnehmer: Ich und meine Wasserflasche.
Die letzten Meter waren echter Kampf. In Hamburg kann es tatsaechlich recht warm werden. Darueber hinaus zog sich das letzte Teilstueck vom Schlump bis zur Fruchtallee 141c. Nach 1:47h waren die 14Km Kilometer geschafft (7:35 min/km).
Wer noch nicht sicher ist, was er am 28.Juni 2008 machen soll, vielleicht ist das hier eine Idee.
Klick
Marcel
Posted by Marcel at 05:25 PM. Filed under: General
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...zumindest physisch. Am Freitag war ich mit ein paar netten Leuten in Schanzenviertel ein Bier trinken um die Seele nachkommen zu lassen. Zu Essen gab es Wuchtbrumme mit Grillgold. Am Samstag auf zum Hafen - dort ist gerade Achthundert-Xtes-Hafenfest. Wenn Ihr auf dem Foto nach rechts schaut könnt ihr gerade das Schlepperballett sehen. Etwa 10 Schlepper tanzen zu Wienerwalzer. Eben da wo auf dem Foto alle hinschauen.

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Heute werde ich mir mal den Elbstrand anschauen. Nicht das ich an einem Strand hohe Erwartungen hätte, mir ist schon klar das das hier nicht Australien ist. Solange die Wellen zum surfen reichen ist alles ok.
Cheers
Marcel
Posted by Marcel at 12:07 PM. Filed under: Down Under
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